Erbschaftssteuer

Erbschaftsteuer

Erbschaftssteuer
Am 01.01.2009 ist eine vom Bundesrat verabschiedete Erbschaftssteuerreform in Kraft getreten. Sowohl für Schenkungen als auch für Erbschaften wurden die Freibeträge deutlich angehoben.
Eine Übersicht können Sie als PDF-Datei herunterladen.
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Zusätzlich zu den Freibeträgen bleibt es wie bisher bei dem Versorgungsfreibetrag für den überlebenden Ehegatten in Höhe von 256.000,00 €. Für Kinder, gestaffelt nach dem Alter, in Höhe von max. 52.000,00 €.
Ehegatten erhalten darüber hinaus einen Hausratsfreibetrag in Höhe von 41.000,00 €.
Eingetragene Lebenspartner erhalten nunmehr grundsätzlich die gleichen Freibeträge wie Ehegatten.
In der Steuerklasse II (Eltern, Geschwister u. a.) beträgt der Hausratsfreibetrag 12.000,00 €.
Zusätzlich zu den Freibeträgen bleibt ein vererbtes Einfamilienwohnheim steuerfrei, wenn es von dem Ehegatten oder dem eingetragenen Lebenspartner erworben wird. Allerdings muss der Erwerber das Wohneigentum 10 Jahre selbst zu Wohnzwecken nutzen. Wird die Selbstnutzung innerhalb dieser Zeit ohne zwingenden Grund aufgegeben, entfällt die Steuerbefreiung grundsätzlich und vollständig.

Kinder und Enkelkinder können ebenfalls bei Selbstnutzung des geerbten Wohneigentums von 10 Jahren die Steuerbefreiung in Anspruch nehmen, soweit die Wohnfläche nicht über 200 qm beträgt. Die darüber hinausgehende Fläche wird anteilig versteuert.

Für die Besteuerung von Grundstücken wird nunmehr grundsätzlich der Verkehrswert zu Grunde gelegt, für unbebaute Grundstücke nach dem Bodenrichtwert, für selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen nach dem Vergleichswertverfahren und für Renditeobjekte (Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke u.a.) nach dem Ertragswertverfahren. Durch den Wegfall von bisher geltenden Abschlägen wird sich dadurch der für die Besteuerung maßgebliche Wert von Grundstücken erheblich erhöhen.